SAGHORA

saghora… das Erwachen

Erleuchtung durch Dunkelheit

Wie die Helden der alten Sagen, stellen wir uns in den dunklen Höhlen unseren Drachen und Dämonen. Erst durch diesen Prozess kann sich unser reines und wahres Selbst als Energie befreien.

Das Erwachen wird zwar von Erfahrungen begleitet, ist aber als solches keine Erfahrung, da es den ändert, der etwas erfährt. Unser altes Ego hat mit Erfahrungen gelebt, unser wahres Selbst lebt durch reines Sein.

Erleuchtung ist kein Zustand, der plötzlich beginnt, denn alles, was beginnt, hat auch ein Ende.

Unser wahres Selbst ist unvergänglich, und damit schon immer da.

Erleuchtung ist kein Gewinn, sie ist der Verlust unserer Blockade.

Jede Identifikation muss zerstört werden, egal welche.

Ramana Maharshi lehrte den Pfad des Schweigens und der Selbstanalyse. Er sagte, es gibt nur eine Frage: „Wer bin ich?“

Wer ernsthaft nach dieser Antwort sucht, wird alle Identifikation aufgeben, denn wir sind nicht das. Es ist nur unsere Angst vor Leere und unsere Gier nach Position, die uns in diese Falle treten lassen. Wer nach den Worten „Ich bin…“ noch irgendeinen Zusatz hinzufügt, ist nicht im wahren Selbst, sondern in der Illusion.

Jed McKenna lehrt vielleicht einen ähnlichen Weg. Er ließ wohl seine Sucher alles aufschreiben, was sie sind. Dann dürfen sie alles wegstreichen, was vergänglich ist, damit sie lernen, das es keine Identität gibt. In unsere heutigen Zeit der Hyperidentität ist das natürlich ein Gegenteil. Aber das ist der einzige Weg.

Du bist nicht dein Körper, nicht dein Geschlecht, nicht dein Land, nicht deine Idee vom Leben, nicht deine Meinung oder dein Geschmack.

Saghor, Saghori, Saghora

Es gibt nichts mehr zu sagen. Schweigen ist die Natur von Saturn. Schweigen ist die Natur des Erwachens.

Und danach? Danach ist alles anders, danach ist alles gleich. Der Zen-Meister sagt: Am Anfang ist der Baum ein Baum. Dann ist der Baum kein Baum mehr. Und dann ist der Baum wieder ein Baum.

Es ist alles nur ein Spiel.

Lebe dein Leben zu hundert Prozent, egal was passiert. Lache, weine, schreie, tanze, sei absolut unmittelbar. Die Tür zum Göttlichsten ist das Jetzt.

Lass uns tanzen…

Und witziger Weise führt uns gerade die Gottheit der Limitierung und Begrenzung in diese unbegrenzte Freiheit des kosmischen Seins. Saturna ist die Gottheit, wir sind ihre Kinder. Sie ist die große schwarze Zeit. Wenn sie uns frisst, sind wir unser Opfer an sie. Und wenn wir mit dem Erwachen die saturnischen Schwelle zum höchsten Bewusstsein übertreten, dann ist es Gnade, Karma, und Sein was uns hinüber trägt. Liebe ist das Vertrauen, was wir in uns haben, Vertrauen ist das Feuer in unserem Herzen, denn dort ist die Liebe.

„Die meisten Wahrheiten des Erwachens lassen sich tatsächlich von unerwachten Menschen durchaus kognitiv verstehen und sogar umsetzen. Aber solange die Wahrheit nur im Kopf ist, hat sie keinerlei Wert, denn sie würde einfach mit dem Kopf sterben, sobald er ab ist.

Die ganze Welt ist in uns, nicht wir in ihr.